Love, Gemüse & Rock 'n' Roll – Vegan Straight Edge

... oder auch: „die Guten der Musikszene“

 

Ultra-harte Musik, softer Lifestyle. Da ich mit der Hardcore-Szene nicht so viel am Hut habe, habe ich vor ein paar Tagen ziemlich neugierig aus der Wäsche geguckt, als ich irgendwas von einer neuen Band der Vegan-Straight-Edge-Bewegung las. Whaaat? Also habe ich „ecosiat“ (Verb zu Ecosia, der guten Google-Alternative) und ein bisschen was dazu gelernt:

 

Alles nahm seinen Lauf in der 80er Jahren, als die Band Minor Threat keinen Bock mehr aus Sex & Drugs hatte und dazu in ihrem Song Step Out mal ordentlich Dampf abließ. Der Songtext: Don't smoke, don't drink, don't fuck around. Abgesehen von einem kleinen Sprechpart war es das zwar inhaltlich schon, reichte aber aus, um eine ganze Bewegung namens Straight Edge zu starten. Dessen Anhänger liebten zwar immer noch den Hardcore-Punk, hatten aber keinen Bock mehr auf Alkohol, Koffein, Zigaretten, Gewalt und hemmungsloses Rumgemache.

 

1988 setzt die Band Youth Of Today einen neuen Wert oben drauf. Auf ihrem Album We're not in this alone erscheint der Song No More (Achtung: Schlimme Bilder im Video, Song startet erst bei 1:07min), in dem sie singen:

 

Meat eating, flesh eating, think about it

What a selfish, hardened society

 

Mit diesen Worten kamen die Tierrechte und damit der Veganismus auf den Plan vieler Straight Edger, die ihre Richtung von nun an Vegan Straight Edge nannten.

 

Ich muss ja jetzt mal zugeben, dass ich mir wünschte, allein schon wegen dieser Einstellung selbst ein Vegan Straight Edger sein zu können. Nur leider kann ich mit dem Hardcore nix anfangen.

Damit ihr euch selbst ein Bild machen könnt… oder eher ein Ohr drauf werfen könnt, hier mal eine waschechte Vegan Straight Edge Playlist.

 

Zitat aus Song "New Ethic" von Earth Crisis

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