Lieber Rock! - LOVE STORY ZUR Fashion Revolution Week

Foto von Lieblingsrock zur Fashion Revolution Week

Kinners, es ist Fashion Revolution Week und vermutlich bin ich nicht die Erste, die euch das erzählt. 

 

Falls doch, hier zur Erinnerung: Am Sonntag ist der Einsturz des Fabrikgebäudes Rana Plaza in Bangladesh genau drei Jahre her. 1.134 Menschen starben damals. Sie alle arbeiteten für Labels und Ketten, bei denen wir uns mit billigen Jeans und noch billigeren Pullovern eindecken. Das hat seinen Preis.

 

#whomademyclothes

 

Damit das in unserem Alltagstrott nicht wieder schnell vergessen wird, soll die Fashion Revolution Week, die mit dem Fashion Revolution Day am 24.04. endet, jährlich an den Einsturz und die Opfer erinnern. Weltweit finden dazu verschiedenste Events und (Online-)Aktionen statt. Die bekannteste ist sicher „Who made my clothes?“ (check it out auf Twitter und Instagram, bei der etliche User ihre Klamotten auf links tragen, sodass das Label zu erkennen ist.
Mit dem Hashtag #whomademyclothes fragen sie so die Hersteller, woher ihre Kleidung eigentlich stammt und machen auf das große Problem untransparenter  und vor allem unfairer Produktionswege aufmerksam. Also macht mit: Schießt ein schnittiges Foto von euch und einem Teil eurer Wahl, das ihr auf links mit sichtbarem Label tragt und postet es mit #whomademyclothes auf Twitter, Instagram oder Facebook (obwohl Hashtags da ja nicht so der Renner sind… aufmerksam machts trotzdem).

 

Oder schreibt `ne Liebesgeschichte.

 

Ihr könnt oben drauf auch noch eine kleine Liebeshymne auf ein Teil singen… äh… schreiben, das euch besonders wichtig ist – weil ihr darin die coolsten Festivals erlebt habt, weil es ein Geschenk eurer Lieblingsschwester war oder weil ihr es eurer Oma gemopst und seitdem nie wieder rausgerückt habt. 

 

Foto dazu schießen und dann mit dem Hashtag #fashrev ab damit auf Instagram, Twitter, Facebook und Konsorten… dahin, wo es viele Leute sehen. Ihr kennt das da. Der Sinn dahinter: Zeigen, welchen Wert Klamotten haben können, wenn wir sie lange oder von jemand Besonderem haben. Sozusagen das Gegenteil von: „Habe ich für 5€ bei H&M aufgegabelt, nur einmal getragen und nun ab in die Tonne damit. Egal, denn hat ja nix gekostet.“ 

 

Ich mach mal vor.

 

Kennt ihr das? Ihr habt 'nen neuen Pulli an und eine Freundin fragt begeistert: „Wow, ist der neu?“ Und obwohl ihr das Teil wirklich erst einen Tag zuvor gekauft habt, winkt ihr verlegen ab und sagt: „Nee, nee. Hab ich schon lange. Nur noch nicht so oft angehabt.“ So habe zumindest ich bisher immer reagiert.

Bis eine Freundin mich neulich auf einen Rock ansprach, in dem ich bei einer Party aufkreuzte. Auf ihre Frage, ob der neu sei, erzählte ich stolz wie Bolle, dass ich ihn gestern erst in einem Second Hand Laden gefunden habe. 

 

Ich will euch mit meiner Rockgeschichte jetzt wirklich keine Tränen in die Augen treiben (obwohl sie ja schon wirklich rührend ist😁), aber was ich damit sagen will: Seitdem ich Klamotten nachhaltiger shoppe, also auf faire Labels achte oder Second Hand kaufe, mag ich meine Klamotten viel lieber, weil ich die Teile nicht mal eben für ein paar Groschen in eine Shoppingtüte geschmissen habe, sondern noch genau weiß, woher ich jedes einzelne Stück habe. Der Schrank ist natürlich trotzdem ganz schön voll, aber immerhin muss ich deshalb kein schlechtes Gewissen mehr haben 😉✌️

 

Und jetzt ihr.

 

Welche Klamotte ist euch so ans Herz oder sogar schon an den Körper gewachsen, dass ihr sie maximal eurer Enkelin ausleihen würdet, wenn ihr in zig Jahren mal Oma seid? Her damit, her damit. Geschichten, Geschichten, Geschichten. Ja ja jaaaa! 
(Hier steht nochmal, wie ihr die Liebesgeschichte mit der ganzen Welt teilen könnt. Spread the Love... sagt man doch so schön... oder?)

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Kommentare: 2
  • #1

    Juliane (Dienstag, 19 April 2016 17:26)

    Ich kann mich deinem Artikel und dem Erlebnis mit Second Hand Klamotten nur anschließen :) wenn ich auf dem Flohmarkt ein Teilchen erstehe, das sogar schon eine Geschichte erlebt hat oder mein erstes Armed Angels Kleidchen in den Händen halte, hüpft mein Herz und ich erzähl super gern, woher ich die Klamotten hab. Ein bisschen auch, weil ich hoffe, andere machens nach ;) liebste Grüsse und ein wirklich toll geschriebener Artikel! Jule

  • #2

    Sophie (Mittwoch, 20 April 2016 11:19)

    Hey Juliane. Hatte gestern ja schon kurz auf Instagram geantwortet. Aber trotzdem hier auch noch mal: Immer cool zu hören... äh... zu lesen, dass es anderen genauso geht :) Und ja, das mit dem Rock habe ich der Freundin u.a. so euphorisch erzählt, weil ich etwas gehofft hatte, dass es auch bei ihr ein bisschen KLICK macht. Vieeele Grüße. Sophie*