Nachhaltige Mode – Umwerfende Trends 2016?

Eine beliebte Tradition zum Jahresbeginn in so gut wie jeder Branche: Experten, die in die Glaskugel luchsen, um die Trends fürs neue Jahr vorauszusagen. Und so sind die Timelines & Feeds dieser Welt aktuell voll mit schlauen Prognosen. Mehr oder weniger. Denn die meisten sind eher vage oder einfach aus dem letzten Jahr aufgewärmt.

Ist auch ok, denn es hat ja niemand behauptet, die Zukunft voraussagen zu können. Aber warum hat eigentlich noch nie jemand am Ende des Jahres begutachtet, was denn tatsächlich auch eingetreten ist? Wahrscheinlich waren alle schon beschäftigt mit den Trend-Voraussagungen fürs neue Jahr…

Da ecouterre.com gerade die „Eco-Fashion Predictions for2016“ veröffentlicht hat, nehme ich das als Anlass, das Jahr 2016 hinsichtlich dieser Vorhersagen etwas im Auge zu behalten und in zwölf Monaten mal zu gucken, was denn tatsächlich wahr geworden ist.

 

Dazu hier mal eine kurze Zusammenfassung, was die Experten denn in ihrer Glaskugel so sehen. Lets-a-go like Mario:

Die Konsumenten werden lauter.

Den Status Quo hinterfragen, Alternativen suchen, Einblicke fordern. Letztendlich bestimmen die Konsumenten den Markt. Und immer mehr werden wissen wollen, woraus ihre Klamotten gemacht sind, wie die Stoffe hergestellt wurden und wer die Kleidung genäht hat. Transparenz ist hier das Schlagwort. Und wenn die bisher gekauften Marken diese Fragen nicht beantworten wollen oder die Antworten nicht gerade rosig sind, steigt das Bedürfnis nach Alternativen: Vegane, fair produzierte, schadstofffreie und umweltfreundliche Mode wird immer häufiger gefragt sein. Zudem steigt der Trend, erst einmal zu reparieren und auszubessern, statt Stücke direkt wegzuwerfen und neu zu kaufen.

Die Hersteller müssen hinhören…

… & handeln: Die Wege ihrer Kollektionen nachvollziehbar machen, Herstellungsprozesse umweltfreundlicher und sozialer gestalten, neue pflanzliche oder recycelte Fasern einsetzen.

 

Die Revolution lässt trotzdem auf sich warten.

 

Die Fashion-Revolution wird von kleinen innovativen Labels vorangetrieben, nicht von den großen Megabrands, deren Ende laut der Experten langsam naht. Wie gesagt: Langsam. Denn die Fast Fashion-Industrie ist schneller. Und sie wird einen drauf setzen: noch schneller, noch billiger.

 

 

Hmm, ok, ehrlicherweise klingt das sehr nach 2015. Dass es 2016 keine große Wendung geben wird, müssen auch die Experten zugeben und sind selbst gespannt, ob auf die laute Diskussion auch Taten folgen werden. 

Wie Safia Minney, Gründerin vom Label People Tree, in ihrer Trendprognose so schön sagt: Letztendlich hängt alles von unserer Entscheidung ab, wo und was wir kaufen.

 

 

Nachhaltigkeit verlangt eben viel Veränderung, die nur langsam sichtbar wird. Hätte es allerdings keiner gewagt, die kleinen Schritte bis hierher zu gehen, würden wir heute nicht über das Thema sprechen. Und je mehr wir darüber sprechen, desto größer die Veränderung, die wir bewirken. Es geht also voran. Zwar slow… aber das passt ja dann auch irgendwie wieder.

 

Wir sprechen dann hier spätestens Anfang 2017 noch mal drüber und schauen, was die Revolution  so macht :)

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